{"id":316,"date":"2012-09-17T04:37:53","date_gmt":"2012-09-17T02:37:53","guid":{"rendered":"http:\/\/beathis.ch\/parnassia\/?p=316"},"modified":"2013-04-10T19:37:22","modified_gmt":"2013-04-10T17:37:22","slug":"16-september-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.beathis.ch\/parnassia\/?p=316","title":{"rendered":"16. September 2012: H\u00f6here Gewalt mit 400 Kmh"},"content":{"rendered":"<p>Eigentlich k\u00f6nnten wir es heute kurz machen. F\u00fcr uns zum erleben und f\u00fcr euch zum lesen. Die letzten Tage waren ja ziemlich dicht. Heute soll es nur von Samga zum Endziel unserer Reise, die Stadt Cheongju in der Mitte der koreanischen Halbinsel gehen. Der Tag startete mit starkem Regen, vor unserem strohgedeckten H\u00e4uslein ein See. Dann Taxifahrt nach Hancheon (wasserbedingt langsamer als auch schon, daf\u00fcr Schwarzfahrt, denn der Taxometer lief nicht und die Noten verschwanden im Hosensack), dann 1 1\/2 Stunden Busfahrt \u00fcber Land = durchs Wasser. Wir waren weltsstolz, dass wir schon den Zielort Daeegu auf Fahrplan und Abfahrtsplatz lesen konnten. Da eine Stunde Aufenthalt, selber n\u00e4chste Billete kaufen, auf dem Markt Reisrollen und fritierte Fische kaufen: das Gef\u00fchl total fremd zu sein l\u00e4sst etwas nach. Dann 3 Stunden Expressbus nach Cheongju, eine Stunde davon durch die v\u00f6llig verstopfte Millionenstadt. Der Blick in die Landschaft sehr nass-grau-grau-grau-grau. Die Fotos entsprechend. \u00dcberall das gleiche: die Talfl\u00e4chen landwirtschaftlich, vor allem mit Reisfeldern, total ausgenutzt, dazwischen Siedlungen und \u00fcberall eine wahnsinnige, schwindelerregende, f\u00fcr uns planlos scheinende Baut\u00e4tigkeit. Wie das wohl weitergehen soll. Energiefrage, Individualverkehr, staatliche Infrastruktur ?<br \/>\nWir kamen um 16 Uhr an, dann total Navi-gesteuerte Taxifahrt zum Hotel Hill. 10,8 km an den Stadtrand, wo die H\u00fcgel beginnen. Der Taxifahrer schaute die ganze Strecke auf der rechten H\u00e4lfte des Navi- Bildschirms einen Girli-Love-Story-Film. Bei 10,8 km sagte das Navi (auf koreanisch): Ziel erreicht. Mitten auf der Ausfallstrasse. Navi neu programmieren. Einige hundert Meter weiter. Ziel erreicht. Haupteingang des Zoos !! Wir riefen verzweifelt unsere Chin Im an, deren Stimme am Ohr des Taxidrivers sehr energisch t\u00f6nte. Noch einige hundert Meter weiter war doch unser Hotel. Hotel Hill. Total im Hill. Ein modernes Luxushotel, mit allem Komfort. Wir wurden vom Museumkurator Lee w\u00e4rmstens willkommen geheissen und mit der Botschaft konfrontiert, ein starker Taifun rase auf die Halbinsel zu und das Festival werde erst danach aufgebaut, vielleicht am Mittwoch. Mann nimmt&#8217;s, wie&#8217;s kommt, das haben wir in der Zwischenzeit gelernt. Daf\u00fcr die tr\u00f6stliche Nachricht, unsere Box sei jetzt wohlbehalten hier. Ausschnauf und freu !<br \/>\nNach dem Einpuffen lernten wir die andern Museumsdirektoren mit Entourage kennen: Gutenbergmuseum Mainz, Plantin-Moretus Antwerben, Tokyo Printing Museum. Gemeinsam wurden wir wieder in die Stadt taxichauffiert, in ein Luxusrestaurant, wo es ein tolles koreanisches Fischessen gab, hundert Platten und Sch\u00e4lchen. Zu eurer Erg\u00f6tzung einige aufgez\u00e4hlt: rosa Ingwerscheiben, fritierte S\u00fcsskartoffel in Wasabi-Sauce, rohe Flunder auf Glasnudel, ger\u00e4uchte Makrele, Algensuppe und rohe &#8218;Turbo-Meerschnecke&#8216; (so die Handy-\u00dcbersetzung meines koreanischen Tischnachbarn). Zu trinken gab es 1 Glas Wasser und dann nur noch 20% Luxusschnaps. Die Stimmung war ungezwungen, lustig und immer wieder voller Humor. Sp\u00e4testens als der japanische Direktor und der koreanische Vizedirektor (der einladende koreanische Museumsdirektor war magenunp\u00e4sslich)  &#8218;Bombe&#8216; machten: ein grosses Bierglas bis unter den Schriftzug mit Bier f\u00fcllen und dann bis \u00fcber den grossen ! Schriftzug mit Schnaps f\u00fcllen und dann: Ex ! Die Deutschen steigerten dann mit U-Boot und das wurde erst recht lustig, als der Koreaner sein Schnapsglas nicht mehr aus dem Bierglas rausbrachte und sich die leicht distanzierte V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung zwischen Japan und Korea kurz vergass. Und dann brach man blitzschnell auf nach Hause. Der Taifun ist, obwohl noch weit weg, allgegenw\u00e4rtig. 400 Kmh soll er erreichen und die Metereologen verzweifelnd am rechnen, wo er durchkommen wird. Wahrscheinlich voll auf die Insel. Der staatliche Krisenstab am Fernsehen beeindruckend. In der Nacht hat der Sturm den gesamten Fernsehempfang lahmgelegt. Samsungland mindestens 1 Tag ohne Fernsehen. Vediamo. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/beathis.ch\/parnassia\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/20120917-113523.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/beathis.ch\/parnassia\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/20120917-113523.jpg\" alt=\"20120917-113523.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/beathis.ch\/parnassia\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/20120917-113543.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/beathis.ch\/parnassia\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/20120917-113543.jpg\" alt=\"20120917-113543.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/beathis.ch\/parnassia\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/20120917-113554.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/beathis.ch\/parnassia\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/20120917-113554.jpg\" alt=\"20120917-113554.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/beathis.ch\/parnassia\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/20120917-113607.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/beathis.ch\/parnassia\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/20120917-113607.jpg\" alt=\"20120917-113607.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/beathis.ch\/parnassia\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/20120917-113627.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/beathis.ch\/parnassia\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/20120917-113627.jpg\" alt=\"20120917-113627.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/beathis.ch\/parnassia\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/20120917-113647.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/beathis.ch\/parnassia\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/20120917-113647.jpg\" alt=\"20120917-113647.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/beathis.ch\/parnassia\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/20120917-113658.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/beathis.ch\/parnassia\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/20120917-113658.jpg\" alt=\"20120917-113658.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/beathis.ch\/parnassia\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/20120917-113723.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/beathis.ch\/parnassia\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/20120917-113723.jpg\" alt=\"20120917-113723.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich k\u00f6nnten wir es heute kurz machen. 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